Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für die Nutzung der Avygo-App
Anbieter: Quzet Labs UG (haftungsbeschränkt), Krenklstraße 5, 84034 Landshut, Deutschland · support@avygo.app · +49 1522 7653629
Stand: 13.05.2026 · Version 2.0
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Vertragsparteien
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln die Nutzung der mobilen Anwendung „Avygo" für iOS und Android, der zugehörigen Webanwendung unter avygo.app (nachfolgend gemeinsam „App" oder „Dienst") sowie aller darüber angebotenen Funktionen, Inhalte und Dienste.
(2) Vertragspartner und Anbieter ist die
Quzet Labs UG (haftungsbeschränkt)
Krenklstraße 5, 84034 Landshut, Deutschland
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 15328
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Adrian Tecleanu
USt-IdNr.: DE461632802 · Telefon: +49 1522 7653629 · E-Mail: support@avygo.app
(nachfolgend „Anbieter" oder „wir").
(3) Der Nutzer der App (nachfolgend „Nutzer" oder „Sie") ist die natürliche Person, die einen Vertrag über die Nutzung der App mit dem Anbieter abschließt. Die App richtet sich ausschließlich an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Eine gewerbliche Nutzung ist nicht vorgesehen und ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Anbieters untersagt.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Avygo ist eine Anwendung zur privaten Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen aller Art (z. B. Geburtstage, Hochzeiten, Partys, Familienfeiern). Die App ermöglicht insbesondere:
- die Erstellung und Verwaltung privater Veranstaltungen mit Datum, Ort, Beschreibung und Medien;
- das Einladen von Gästen über teilbare Einladungs-Links, die der Nutzer eigenständig kopiert und über die System-Funktionen seines Endgeräts (z. B. Messenger, E-Mail) weiterleitet;
- die Verwaltung von Gästelisten und Zu-/Absagen (RSVP);
- Ende-zu-Ende-verschlüsselte Gruppen- und Privatchats über das Matrix-Protokoll, einschließlich Versand von Text, Bildern, Videos, Audio, Dokumenten und Kontakten;
- Module zur Veranstaltungsplanung wie Umfragen/Polls, Kostenaufteilung (Expenses), Geschenke- und Wunschlisten, Geschenkpools, To-do-Listen, Moodboards, Inspirationen und Partyspiele;
- ein persönliches Profil mit Galerie und konfigurierbarer Sichtbarkeit;
- Push-Benachrichtigungen über App-Ereignisse;
- optionale kostenpflichtige Premium-Funktionen gemäß § 10.
(2) Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang der App jederzeit weiterzuentwickeln, einzelne Funktionen zu ergänzen, zu ändern oder einzustellen, sofern dies für den Nutzer zumutbar ist und der Hauptzweck des Vertrages – die Planung und Durchführung privater Veranstaltungen – nicht beeinträchtigt wird. Wesentliche Änderungen werden gemäß § 17 mitgeteilt.
(3) Soweit für einzelne Module Drittanbieter eingebunden werden (z. B. Karten- oder Standortdienste, Zahlungsabwickler, Authentifizierungsdienste), gelten zusätzlich deren Bedingungen. Der Anbieter weist hierauf jeweils im Verarbeitungskontext hin; Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(4) Der Anbieter betreibt keinen Zahlungsdienst im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG). Die Module „Expenses" und „Geschenkpool" dienen ausschließlich der koordinativen Hilfe zwischen Nutzern; etwaige Geld- oder Sachleistungen werden vom Nutzer außerhalb der App und ohne Beteiligung des Anbieters erbracht. Der Anbieter erhebt, verwaltet und transferiert keine Zahlungsbeträge im Zusammenhang mit diesen Modulen.
(5) Die App nutzt für die Chat-Funktion eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nach dem Matrix-Standard (Olm/Megolm). Inhalte verschlüsselter Chats sind für den Anbieter technisch nicht im Klartext einsehbar. Wir bewahren Schlüssel auf den Geräten des Nutzers und – nach Aktivierung durch den Nutzer – passwortgeschützt im Schlüssel-Backup auf. Bei Verlust des Backup-Passworts ist eine Wiederherstellung verschlüsselter Inhalte technisch nicht möglich; der Nutzer ist angehalten, sein Backup-Passwort sorgfältig zu sichern.
§ 3 Vertragsschluss, Registrierung, Mindestalter und Altersverifikation
(1) Die Nutzung der App setzt eine Registrierung voraus. Der Nutzer kann sich registrieren über
- E-Mail-Adresse mit Bestätigungs-Link („Magic Link"),
- Apple-Anmeldung („Sign in with Apple") oder
- Google-Anmeldung („Sign in with Google").
(2) Der Vertrag kommt mit der erfolgreichen Authentifizierung über den vom Nutzer gewählten Anmeldeweg und der getrennten, ausdrücklichen Zustimmung zu diesen AGB sowie zur Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung zustande. Der Anbieter behält sich vor, die Aktivierung zur Verhinderung von Missbrauch zu verzögern oder abzulehnen.
(3) Die Nutzung der App ist ausschließlich Personen erlaubt, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.
(4) Der Anbieter prüft das Mindestalter im Rahmen der Registrierung durch die verpflichtende Abfrage des vollständigen Geburtsdatums (Tag, Monat, Jahr). Ergibt sich aus dem angegebenen Geburtsdatum, dass der Nutzer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, wird die Registrierung verhindert.
(5) Ergänzend zur Selbstauskunft setzt der Anbieter ein technisches Anti-Umgehungs-Verfahren ein: Bei abgelehnter Registrierung wegen Unterschreitens der Altersgrenze wird ein nicht-reversibler, gehashter Identifier (SHA-256 aus E-Mail-Adresse, Geräte-Identifikator und Geburtsjahr) für höchstens 90 Tage gespeichert. Eine erneute Registrierung mit denselben Identifikatoren wird in diesem Zeitraum technisch unterbunden. Diese Maßnahme erfüllt die Anforderung „angemessener und verhältnismäßiger Maßnahmen" zum Schutz Minderjähriger gemäß Art. 28 der Verordnung (EU) 2022/2065 („Digital Services Act"). Einzelheiten zur Verarbeitung dieser Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(6) Wahrheitswidrige Altersangaben führen zur sofortigen Sperrung und Löschung des Kontos. Eine spätere Korrektur des Geburtsdatums ist ausschließlich über den Support unter support@avygo.app möglich; der Anbieter kann bei Verdacht auf Umgehung der Altersgrenze geeignete Identitätsnachweise verlangen.
(7) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Die Eröffnung mehrerer Konten je Person ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Anbieters zulässig.
(8) Zugangsdaten und gegebenenfalls verwendete Wiederherstellungs-Schlüssel sind vom Nutzer geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer hat den Anbieter unverzüglich über jeden Verdacht eines unbefugten Zugriffs auf sein Konto zu informieren.
(9) Ein Anspruch auf Abschluss eines Nutzungsvertrages besteht nicht. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, soweit hierdurch keine gesetzlichen Pflichten verletzt werden.
§ 4 Nutzungsrechte an der App
(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares und widerrufliches Recht ein, die App zu privaten, nichtgewerblichen Zwecken auf den von ihm betriebenen Endgeräten zu installieren, zu starten und bestimmungsgemäß zu nutzen.
(2) Sämtliche Rechte an der App, ihren Inhalten, Bezeichnungen, Logos und Quellcodes verbleiben beim Anbieter oder seinen Lizenzgebern. Über die in Absatz 1 eingeräumten Nutzungsrechte hinausgehende Rechte werden nicht gewährt.
(3) Dem Nutzer ist insbesondere untersagt:
- die App oder Teile davon zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen, zu vermieten oder anderweitig kommerziell zu verwerten, soweit dies nicht ausdrücklich erlaubt ist;
- die App zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu disassemblieren oder zu dekompilieren, soweit nicht zwingend gesetzlich gestattet (§ 69e UrhG);
- Schutzmechanismen, technische Beschränkungen oder Identifikationsmerkmale der App zu entfernen, zu umgehen oder zu verändern;
- Zugangsdaten, Aktivierungs- oder Lizenzschlüssel an Dritte weiterzugeben.
§ 5 Pflichten des Nutzers, verbotene Nutzungen
(1) Der Nutzer ist verpflichtet, die App nur in Übereinstimmung mit diesen AGB, der Datenschutzerklärung, den Community-Richtlinien (§ 7) und dem geltenden Recht zu nutzen.
(2) Verboten ist insbesondere:
- die Übermittlung, Speicherung, Veröffentlichung oder Weitergabe von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere strafbare, jugendgefährdende, gewaltverherrlichende, pornografische, rassistische, beleidigende, diskriminierende, ehrverletzende oder zur Volksverhetzung geeignete Inhalte;
- die Verletzung von Urheber-, Marken-, Persönlichkeits-, Datenschutz- oder sonstigen Rechten Dritter;
- das Versenden unerwünschter Werbung, Spam, Kettenbriefe oder Schneeballsysteme;
- die Belästigung, Bedrohung, Verleumdung oder Stalking anderer Nutzer;
- das Erfragen oder unbefugte Erheben personenbezogener Daten anderer Nutzer, insbesondere zum Zweck der Kontaktaufnahme außerhalb der App ohne Einwilligung;
- jede Handlung, die geeignet ist, die Funktionsfähigkeit der App, der Server oder der Netzwerke des Anbieters zu beeinträchtigen oder unverhältnismäßig zu belasten, einschließlich des Einsatzes von Schadsoftware sowie der nicht bestimmungsgemäße Einsatz von Bots, Skripten oder automatisierten Abrufverfahren („Scraping"); die Nutzung assistiver Technologien zum Zwecke der Barrierefreiheit bleibt hiervon unberührt;
- Versuche, sich unbefugten Zugang zu Daten anderer Nutzer oder zu nicht für den Nutzer freigegebenen Bereichen der App zu verschaffen;
- die Umgehung technischer oder rechtlicher Beschränkungen, einschließlich Geo-Blocking, Sperren von Konten oder der Altersverifikation nach § 3;
- die Erstellung gefälschter Identitäten, Identitätsdiebstahl oder das Auftreten als eine andere Person, ein Unternehmen oder eine Organisation ohne entsprechende Berechtigung.
(3) Der Nutzer ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über Sicherheitslücken, missbräuchliche Inhalte oder andere Verstöße zu informieren, die ihm bekannt werden.
(4) Bei Verstößen gegen diese Pflichten ist der Anbieter berechtigt, Maßnahmen nach § 8 zu ergreifen.
§ 6 Nutzergenerierte Inhalte und Rechteeinräumung
(1) Inhalte, die der Nutzer in die App einstellt – insbesondere Texte, Bilder, Videos, Tonaufnahmen, Dokumente, Profilangaben, Galeriebeiträge, Chat-Nachrichten, Umfragen, To-do-Listen, Moodboard-Beiträge, Bewertungen und Kommentare (nachfolgend „Nutzerinhalte") – verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Nutzer ist allein verantwortlich für die von ihm eingestellten Inhalte.
(2) Der Nutzer räumt dem Anbieter an seinen Nutzerinhalten ein einfaches, räumlich und inhaltlich auf den Betrieb der App beschränktes, kostenfreies Nutzungsrecht ein, soweit dies erforderlich ist, um die App vertragsgemäß bereitzustellen. Dieses Nutzungsrecht umfasst insbesondere
- das Speichern und Vorhalten der Inhalte auf den Servern des Anbieters und seiner Auftragsverarbeiter,
- das Übertragen und Anzeigen der Inhalte an die vom Nutzer ausgewählten Empfänger oder die für die jeweilige Funktion vorgesehenen Empfängerkreise (z. B. Eventgäste, Galerie-Sichtbarkeit),
- das technisch erforderliche Anpassen, Komprimieren, Transcodieren, Skalieren und Erstellen von Vorschauversionen,
- die Erstellung von Sicherungskopien zu Zwecken des Datenverlustschutzes.
(3) Das Nutzungsrecht endet automatisch mit der Löschung des jeweiligen Nutzerinhalts oder spätestens mit der Beendigung des Vertragsverhältnisses, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder die berechtigten Interessen Dritter (z. B. Sichtbarkeit eines Chat-Beitrages bei den anderen Chat-Teilnehmern) entgegenstehen. Eine darüber hinausgehende, insbesondere kommerzielle oder werbliche Nutzung der Nutzerinhalte durch den Anbieter erfolgt nicht ohne ausdrückliche, gesondert eingeholte Einwilligung des Nutzers.
(4) Der Nutzer sichert zu, dass er Inhaber sämtlicher Rechte an den von ihm hochgeladenen Inhalten ist oder über die erforderlichen Nutzungs- und Verwendungsrechte verfügt. Bei Personen, die in Bildern oder Videos abgebildet sind, hat der Nutzer deren Einwilligung gemäß §§ 22 ff. KUG bzw. der Datenschutz-Grundverordnung einzuholen. Die App weist den Nutzer vor jedem Upload auf diese Verpflichtung hin.
(5) Der Nutzer stellt den Anbieter von berechtigten Ansprüchen Dritter frei, die diese gegen den Anbieter wegen einer Verletzung ihrer Rechte durch vom Nutzer hochgeladene Inhalte geltend machen. Die Freistellungspflicht besteht nicht, soweit der Nutzer die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat. Die Geltendmachung weitergehender Schadensersatzansprüche durch den Anbieter bleibt unberührt.
(6) Verschlüsselte Chat-Inhalte werden vom Anbieter ausschließlich in verschlüsselter Form transportiert und gespeichert. Der Anbieter hat keinen Klartext-Zugriff. Innerhalb der Reichweite der jeweiligen Konversation gelten die vorstehenden Lizenzregelungen sinngemäß.
§ 7 Verhaltensregeln (Community-Richtlinien)
(1) Avygo ist eine Plattform für private Veranstaltungen. Der respektvolle Umgang miteinander ist Grundbedingung der Nutzung. Der Nutzer verpflichtet sich, andere Nutzer höflich und ohne Diskriminierung zu behandeln und die persönliche Sphäre Anderer zu achten.
(2) Untersagt sind insbesondere:
- Belästigung, Mobbing, gezieltes Bloßstellen oder Cybermobbing;
- hasserfüllte oder diskriminierende Äußerungen, insbesondere wegen Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Identität, Behinderung oder Alter;
- Inhalte, die Selbstverletzung, Selbstmord, Essstörungen oder andere selbstgefährdende Verhaltensweisen verharmlosen, fördern oder anleiten;
- sexuelle Belästigung sowie das Teilen intimer Inhalte ohne Einwilligung der abgebildeten Person;
- jegliche Inhalte, die Minderjährige sexualisieren oder gefährden, insbesondere kinderpornografische Darstellungen (§§ 184b, 184c StGB) – diese sind absolut verboten und werden unverzüglich an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden gemeldet;
- das Veröffentlichen personenbezogener Daten Dritter ohne deren Einwilligung („Doxxing");
- das Anwerben für extremistische, terroristische oder kriminelle Vereinigungen.
(3) Der Anbieter behält sich vor, ergänzende Community-Richtlinien zu veröffentlichen. Wesentliche Änderungen werden gemäß § 17 mitgeteilt; rein konkretisierende Klarstellungen können über In-App-Mitteilungen kommuniziert werden.
§ 8 Moderation, Sperrung, Beschwerden, Notice-and-Takedown
(1) Der Anbieter überwacht die Inhalte der App nicht aktiv und hat hierzu auch keine generelle Pflicht. Er ist jedoch berechtigt und verpflichtet, gegen rechtswidrige oder gegen diese AGB verstoßende Inhalte vorzugehen, sobald er hiervon Kenntnis erlangt (§§ 7 ff. DDG, Art. 6 und 16 ff. der Verordnung (EU) 2022/2065 – „Digital Services Act", DSA).
(2) Nutzer und Dritte können rechtswidrige oder regelwidrige Inhalte über folgende Wege melden:
- die in der App integrierten Meldefunktionen („Inhalt melden", „Nachricht melden", „Nutzer melden");
- die zentrale Kontaktstelle des Anbieters: support@avygo.app.
(3) Der Anbieter prüft eingehende Meldungen sorgfältig und in angemessener Frist. Die übliche Erstreaktion erfolgt innerhalb von sieben (7) Werktagen; in dringenden Fällen (insbesondere bei strafbaren Inhalten oder unmittelbarer Gefährdung) erfolgt eine bevorzugte Bearbeitung. Der meldende Nutzer wird über das Ergebnis der Prüfung informiert, soweit nicht überwiegende Drittinteressen oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen.
(4) Stellt der Anbieter einen Verstoß fest, kann er nach pflichtgemäßem Ermessen und unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit folgende Maßnahmen ergreifen:
- Hinweis und Verwarnung;
- Entfernung oder Sperrung einzelner Inhalte;
- Stummschalten („Mute") oder Ausschluss („Kick"/„Ban") aus einer einzelnen Veranstaltung oder einem einzelnen Chat;
- zeitlich begrenzte Sperrung des Nutzerkontos;
- dauerhafte Sperrung und Löschung des Nutzerkontos;
- Anzeige bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden in den gesetzlich vorgesehenen Fällen.
(5) Der betroffene Nutzer wird über die ergriffene Maßnahme und ihre Begründung informiert, soweit dem nicht ermittlungstaktische Gründe oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Er kann der Maßnahme innerhalb von sechs (6) Monaten nach Zugang der Information widersprechen, indem er die in der App vorgesehene Beschwerdefunktion nutzt oder per E-Mail an support@avygo.app Stellung nimmt. Der Anbieter bearbeitet Beschwerden zeitnah, sorgfältig, diskriminierungsfrei und unparteiisch und teilt dem Nutzer eine begründete Entscheidung mit. Diese Frist und der Beschwerdeprozess entsprechen Art. 20 DSA.
(6) Bei besonders schweren Verstößen, insbesondere bei strafbaren Inhalten gemäß § 7 Abs. 2 lit. e, ist der Anbieter zur sofortigen und dauerhaften Sperrung ohne vorherige Verwarnung berechtigt.
(7) Die Rechte des Nutzers aus § 14 (Kündigung) bleiben unberührt.
§ 9 Verfügbarkeit, Wartung, Updates
(1) Der Anbieter ist um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der App bemüht, schuldet aber keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Software-Updates, Ausfälle bei Drittanbietern oder Internetdienstleistern, Sicherheitsmaßnahmen oder Ereignisse höherer Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen der Verfügbarkeit führen.
(2) Geplante Wartungsfenster werden, soweit möglich, in nutzungsschwachen Zeiten durchgeführt und dem Nutzer zumutbar angekündigt.
(3) Der Anbieter stellt dem Nutzer Aktualisierungen der App zur Verfügung, die für die Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlich sind (§ 327f BGB). Die Pflicht zur Bereitstellung von Updates besteht für den Zeitraum, den der Nutzer aufgrund der Art und des Zwecks der App und unter Berücksichtigung der Umstände und der Art des Vertrages vernünftigerweise erwarten kann.
(4) Der Nutzer ist verpflichtet, ihm bereitgestellte Updates innerhalb angemessener Frist zu installieren. Unterlässt er dies, haftet der Anbieter nicht für Mängel, die ausschließlich auf das Unterlassen des Updates zurückzuführen sind, sofern der Anbieter den Nutzer über die Verfügbarkeit des Updates und die Folgen des Unterlassens informiert hat.
§ 10 Vergütung, kostenpflichtige Premium-Funktionen, Abrechnung
(1) Die Grundnutzung der App ist für den Nutzer kostenlos. Für erweiterte Funktionen können kostenpflichtige Premium-Funktionen erworben werden („Premium-Angebote"). Welche Premium-Angebote im Einzelfall verfügbar sind und welche Preise gelten, ergibt sich aus der jeweiligen Produktdarstellung in der App und im jeweiligen Store (Apple App Store, Google Play).
(2) Verfügbare Premium-Angebote (Stand: Versionsdatum dieser AGB):
Die einmalig erworbenen Upgrades (Styling-Upgrade, Voll-Upgrade, Zusätzlicher Speicher) können je nach Auswahl im Bestellvorgang veranstaltungsbezogen (technisch zusammengefasst als „Event-Upgrade", event_upgrades) oder kontobezogen angewendet werden. Veranstaltungsbezogen erworbene Upgrades gelten ausschließlich für die jeweils ausgewählte Veranstaltung und sind nicht auf andere Veranstaltungen übertragbar; kontobezogen erworbene Upgrades gelten dauerhaft für das Nutzerkonto.
Maßgeblich sind die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses in der App und im Store ausgewiesenen Preise. Der Anbieter kann Premium-Angebote ergänzen, ändern oder einstellen; § 17 bleibt unberührt.
(3) Premium-Abonnements verlängern sich automatisch um die jeweils zuvor gewählte Laufzeit (monatlich oder jährlich) zum dann gültigen Preis, sofern sie nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf des laufenden Abrechnungszeitraums in den Account-Einstellungen des jeweiligen Stores (Apple App Store oder Google Play) gekündigt werden. Auf eine etwaige Preisänderung wird der Nutzer rechtzeitig vor Wirksamwerden hingewiesen.
(4) Einmalkäufe (Styling-Upgrade, Voll-Upgrade, Zusätzlicher Speicher) sind dauerhafte oder ereignisbezogene Erweiterungen ohne automatische Verlängerung. Wird ein Einmalkauf als Event-Upgrade für eine konkrete Veranstaltung erworben, gilt er ausschließlich für diese Veranstaltung und ist nicht übertragbar.
(5) Der Vertragsabschluss über Premium-Angebote erfolgt über die jeweilige Plattform (Apple App Store oder Google Play); insoweit gelten zusätzlich die jeweiligen Bedingungen des Plattformanbieters. Der Anbieter setzt zur technischen Verwaltung der Berechtigungen (Entitlement-Management) RevenueCat, Inc. (USA) ein; eine Abrechnung über RevenueCat erfolgt nicht. Apple bzw. Google sind hinsichtlich der Zahlungsabwicklung eigenständig Verantwortliche. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(6) Rechnungen, Belege und steuerliche Ausweise werden vom jeweiligen Plattformanbieter (Apple, Google) bereitgestellt. Anfragen zu Belegen, Erstattungen, Doppelbuchungen oder Zahlungsstörungen sind primär an Apple bzw. Google zu richten.
(7) Erstattungen erfolgen nach den Bedingungen des jeweiligen Plattformanbieters. Der Anbieter selbst zieht keine Beträge direkt vom Nutzer ein und kann Erstattungen nicht eigenständig anstoßen, wirkt aber bei berechtigten Beschwerden im Rahmen seiner Möglichkeiten mit.
(8) Bei Zahlungsverzug oder Stornierung durch den Plattformanbieter ist der Anbieter berechtigt, kostenpflichtige Funktionen unverzüglich zu deaktivieren, bis die Zahlung erfolgt ist.
§ 11 Widerrufsrecht und Verzicht für digitale Inhalte
(1) Verbrauchern steht bei Vertragsschlüssen über digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB zu. Die Widerrufsbelehrung wird im Rahmen des Bestellvorgangs angezeigt.
(2) Da Premium-Angebote unmittelbar nach Vertragsschluss freigeschaltet und damit bereitgestellt werden, erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB, wenn der Nutzer
- ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Bereitstellung des digitalen Inhalts vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt,
- seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Bereitstellung sein Widerrufsrecht verliert, und
- der Anbieter dem Nutzer eine Bestätigung über die vorgenannten Erklärungen auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail) zur Verfügung stellt.
(3) Der Nutzer wird im Bestellvorgang ausdrücklich und durch zwei getrennte Bestätigungs-Schritte auf das Erlöschen seines Widerrufsrechts hingewiesen und um aktive Zustimmung gebeten. Erst nach dieser Zustimmung wird die Bereitstellung gestartet. Der Anbieter versendet unverzüglich nach Vertragsschluss eine Bestätigungs-Mail mit den vorgenannten Erklärungen an die hinterlegte E-Mail-Adresse des Nutzers.
(4) Wird die Zustimmung nicht erteilt, beginnt die Bereitstellung erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist.
(5) Eine Muster-Widerrufsbelehrung sowie das Muster-Widerrufsformular werden dem Nutzer im Bestellvorgang sowie auf Anfrage per E-Mail an support@avygo.app zur Verfügung gestellt.
§ 12 Haftung
(1) Der Anbieter haftet dem Nutzer nach den gesetzlichen Bestimmungen unbeschränkt
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer schuldhaften Pflichtverletzung des Anbieters, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen,
- für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen,
- bei arglistigem Verschweigen eines Mangels,
- im Umfang einer vom Anbieter übernommenen Garantie sowie
- nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG).
(2) Bei einer leicht fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten) haftet der Anbieter der Höhe nach beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters, wenn Ansprüche unmittelbar gegen diese geltend gemacht werden.
(5) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverlust richtet sich nach den vorstehenden Absätzen. Hat der Nutzer trotz angemessener und ihm zumutbarer Hinweise im Rahmen der App keine Vorsorgemaßnahmen (insbesondere lokale Backups, Aktivierung des Schlüssel-Backups, Sichern der Wiederherstellungs-Schlüssel) getroffen, kann sich dies als Mitverschulden gemäß § 254 BGB auswirken. Eine Haftungsfreistellung des Anbieters ist hiermit nicht verbunden.
(6) Der Anbieter haftet nicht für Inhalte, die Nutzer eigenverantwortlich einstellen (Nutzerinhalte), und nicht für Inhalte, die er auf Hinweis hin entfernt oder sperrt (§§ 7 ff. DDG, Art. 6 DSA). Diese Haftungsprivilegierung berührt die Pflichten des Anbieters zur Entfernung rechtswidriger Inhalte nicht.
(7) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt entstehen, insbesondere durch Naturereignisse, Stromausfälle, Ausfälle von Vorlieferanten oder Telekommunikationsanbietern, externe Cyberangriffe ohne Verschulden des Anbieters, behördliche Anordnungen oder Streiks.
§ 13 Gewährleistung
(1) Für kostenpflichtige digitale Produkte und Dienstleistungen gelten die gesetzlichen Vorschriften über den Verbrauchervertrag über digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB), insbesondere zur Bereitstellung, Aktualisierung und Mängelbeseitigung.
(2) Im Rahmen des unentgeltlichen Teils der App leistet der Anbieter Gewähr für die Funktionsfähigkeit nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen unter Berücksichtigung des unentgeltlichen Charakters dieser Leistung. Der Anbieter haftet im unentgeltlichen Teil nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit; § 12 Abs. 1 lit. a, c, d und e bleibt unberührt.
(3) Der Nutzer wird gebeten, ihm bekannte Mängel unverzüglich über die Support-Adresse support@avygo.app zu melden, um eine zeitnahe Mängelbeseitigung zu ermöglichen. Eine Rügeobliegenheit besteht für Verbraucher gemäß § 477a BGB nicht; Mängelrechte werden durch eine unterlassene Meldung nicht ausgeschlossen.
§ 14 Laufzeit, Kündigung, Inaktivitäts-Löschung, Cleanup unvollständiger Registrierungen
(1) Der Vertrag über die Nutzung der App wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von vier (4) Wochen zum Monatsende in Textform gekündigt werden. Der Nutzer kann sein Konto jederzeit unmittelbar aus der App heraus löschen; die Kontolöschung beendet das Vertragsverhältnis sofort, vorbehaltlich gegebenenfalls noch laufender Abonnements gemäß Absatz 5.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen des Nutzers gegen § 5 oder § 7 dieser AGB vor.
(3) Im Falle einer Sperrung gemäß § 8 gilt das Vertragsverhältnis bis zur endgültigen Löschung des Kontos als ausgesetzt.
(4) Bei nicht abgeschlossener Registrierung gelten folgende Cleanup-Regeln:
- E-Mail-Adressen ohne Bestätigung des Magic-Links werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht;
- Konten ohne abgeschlossenes Onboarding (insbesondere ohne Altersangabe und ohne aktive Zustimmung zu AGB und Datenschutzerklärung) werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht;
- der gehashte Identifier zur Anti-Umgehung der Altersverifikation gemäß § 3 Abs. 5 wird spätestens 90 Tage nach seiner Erfassung automatisch gelöscht.
(5) Premium-Abonnements (§ 10 Abs. 3) werden über den jeweiligen Plattformanbieter (Apple App Store, Google Play) abgeschlossen und können ausschließlich dort gekündigt werden. Die Kündigung des Avygo-Kontos berührt eine bestehende Abrechnungsbeziehung mit Apple oder Google nicht; der Nutzer ist verpflichtet, das Abonnement zusätzlich im jeweiligen Store zu kündigen, um eine automatische Verlängerung zu vermeiden.
(6) Wird ein Konto vierundzwanzig (24) Monate lang nicht aktiv genutzt (kein Login, keine Interaktion), kann der Anbieter den Nutzer per E-Mail an die hinterlegte Adresse über die bevorstehende Löschung informieren. Erfolgt innerhalb von dreißig (30) Tagen nach dieser Mitteilung keine Reaktion des Nutzers, ist der Anbieter berechtigt, das Konto und die zugehörigen Inhalte zu löschen, soweit dem keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder berechtigten Interessen Dritter entgegenstehen.
(7) Die Löschung des Kontos führt zur unwiderruflichen Entfernung der nutzergebundenen Inhalte gemäß den in der Datenschutzerklärung angegebenen Speicherfristen. Inhalte, die andere Nutzer im Rahmen geteilter Kontexte bereits empfangen haben (z. B. Chat-Nachrichten in deren Geräten, Beiträge in geteilten Galerien), bleiben dort technisch unberührt; der Nutzername wird in solchen Kontexten anonymisiert oder durch einen Platzhalter ersetzt.
§ 15 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Nutzers nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Die Datenschutzerklärung ist innerhalb der App und unter https://avygo.app/datenschutz jederzeit abrufbar.
(2) Der Nutzer wurde vor Abschluss dieses Vertrages auf die Datenschutzerklärung hingewiesen und hat von ihrem Inhalt Kenntnis nehmen können. Der Anbieter dokumentiert den Versionsstand der vom Nutzer akzeptierten AGB und der zur Kenntnis genommenen Datenschutzerklärung pro Nutzerkonto (Versionierungs-Identifikatoren).
§ 16 Apple App Store, Google Play – Sonderbestimmungen
(1) Wird die App über den Apple App Store bezogen, gelten zusätzlich folgende Bestimmungen, die ausschließlich das Verhältnis zwischen dem Nutzer, dem Anbieter und Apple Inc. („Apple") betreffen:
- Diese AGB werden ausschließlich zwischen dem Nutzer und dem Anbieter geschlossen, nicht mit Apple. Apple ist nicht verantwortlich für die App und ihren Inhalt.
- Die Nutzung der App ist auf eine Nutzung gemäß den „Usage Rules" der Apple Media Services Terms and Conditions auf einem Apple-Gerät beschränkt.
- Apple ist nicht zur Erbringung von Wartungs- oder Supportleistungen für die App verpflichtet.
- Apple übernimmt keine Gewährleistung für die App. Im Falle einer Mängelhaftung kann der Nutzer Apple benachrichtigen; Apple wird in diesem Fall den ggf. gezahlten Kaufpreis erstatten. Im gesetzlich zulässigen Umfang trägt Apple keine darüber hinausgehende Gewährleistungspflicht.
- Der Anbieter, nicht Apple, ist verantwortlich für Ansprüche aus Produkthaftung, Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen sowie Verbraucherschutz- und Datenschutzansprüche.
- Im Falle eines Anspruchs Dritter wegen Verletzung geistiger Schutzrechte ist der Anbieter, nicht Apple, für die Untersuchung, Verteidigung, Beilegung und Erledigung verantwortlich.
- Der Nutzer versichert, dass er sich nicht in einem Land aufhält, das einem US-Embargo unterliegt oder das von der US-Regierung als „Terrorismus unterstützender" Staat eingestuft wurde, und dass er auf keiner US-Liste verbotener oder eingeschränkter Personen geführt wird.
- Apple und seine Tochtergesellschaften sind Drittbegünstigte dieser AGB hinsichtlich der Nutzung der App auf Apple-Geräten und können diese Bedingungen gegenüber dem Nutzer durchsetzen.
(2) Wird die App über Google Play bezogen, gelten zusätzlich folgende Bestimmungen, die ausschließlich das Verhältnis zwischen dem Nutzer, dem Anbieter und Google Inc. („Google") betreffen:
- Diese AGB werden ausschließlich zwischen dem Nutzer und dem Anbieter geschlossen, nicht mit Google.
- Die Nutzung der App muss in Übereinstimmung mit den jeweils geltenden Google-Play-Nutzungsbedingungen erfolgen.
- Google ist nicht verantwortlich für die App oder ihren Inhalt; jegliche Verantwortung trifft den Anbieter.
- Google ist Drittbegünstigter dieser AGB, soweit sich diese auf die über Google Play bezogene App beziehen.
§ 17 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB ändern, soweit dies erforderlich ist, um sie an geänderte gesetzliche Anforderungen, an höchstrichterliche Rechtsprechung oder an geänderte tatsächliche Umstände (z. B. neue Funktionen, Wegfall von Funktionen, Änderungen bei eingesetzten Drittanbietern) anzupassen. Änderungen, die das Vertragsgleichgewicht erheblich zugunsten des Anbieters verschieben würden, sind unzulässig.
(2) Der Anbieter wird den Nutzer über beabsichtigte Änderungen mindestens sechs (6) Wochen vor ihrem geplanten Wirksamwerden in Textform (z. B. E-Mail, In-App-Mitteilung) informieren. Die Mitteilung enthält den vollständigen Wortlaut der geänderten Bestimmungen, hebt die Änderungen hervor und erläutert die Gründe.
(3) Der Nutzer kann den Änderungen innerhalb von sechs (6) Wochen nach Zugang der Mitteilung widersprechen. Widerspricht er nicht innerhalb dieser Frist und nutzt die App nach Ablauf der Frist weiter, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge sowie auf das Widerspruchsrecht und die Frist wird der Nutzer in der Mitteilung gesondert und deutlich hingewiesen.
(4) Widerspricht der Nutzer rechtzeitig, hat der Anbieter das Recht, das Vertragsverhältnis mit Wirkung zum geplanten Wirksamwerden der Änderung außerordentlich zu kündigen.
(5) Die Änderungsregelung gemäß den Absätzen 2 bis 4 (Zustimmungsfiktion) gilt nicht für Änderungen, die wesentliche Vertragsbestandteile (insbesondere Hauptleistungspflichten und Vergütung) sowie wesentliche Anpassungen der Datenschutzerklärung betreffen. In diesen Fällen verlangt der Anbieter vor Wirksamwerden eine erneute, ausdrückliche Zustimmung des Nutzers im Rahmen einer entsprechenden In-App-Bestätigung; ohne diese aktive Zustimmung wird die Nutzung der App im erforderlichen Umfang ausgesetzt. Die Versionsstände der AGB und der Datenschutzerklärung werden pro Nutzer technisch dokumentiert.
§ 18 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland bleiben die zwingenden Bestimmungen des Verbraucherschutzes des Aufenthaltsstaates unberührt (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
(2) Ist der Nutzer Verbraucher und hat er seinen Wohnsitz in Deutschland, gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Hat der Nutzer keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland oder einem anderen EU-Mitgliedstaat oder hat er nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt oder ist sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
(3) Hinweis nach Art. 14 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 524/2013 (ODR-VO): Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) bereit, die unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ erreichbar ist. Unsere E-Mail-Adresse für Anfragen lautet support@avygo.app.
(4) Hinweis nach § 36 VSBG: Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(5) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder nicht durchführbar sein oder werden, wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder nicht durchführbaren Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung. Gleiches gilt für etwaige Lücken.
(6) Vertragssprache ist Deutsch.
(7) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform.
(8) Der Nutzer ist nicht berechtigt, ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters Rechte oder Pflichten aus diesem Vertrag auf Dritte zu übertragen. Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag im Rahmen einer Übertragung des Geschäftsbetriebes oder einer Umstrukturierung auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen, sofern dem nicht überwiegende Interessen des Nutzers entgegenstehen; der Nutzer wird über eine solche Übertragung informiert und kann dem Vertrag in diesem Fall innerhalb von vier Wochen widersprechen.
§ 19 Stand und Versionierung
Diese AGB haben den
Stand: 13.05.2026
Version: 2.0
Aktuelle und frühere Versionen sind in der App und unter https://avygo.app/agb jederzeit abrufbar. Der Versionsstand der vom Nutzer akzeptierten AGB wird in den Konto-Einstellungen für jeden Nutzer einzeln dokumentiert.