Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für die Nutzung der Avygo-App
Anbieter: Quzet Labs UG (haftungsbeschränkt), Krenklstraße 5, 84034 Landshut, Deutschland · support@avygo.app · +49 1522 7653629
Stand: 24.10.2026 · Version 2.2
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Vertragsparteien
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln die Nutzung der mobilen Anwendung „Avygo" für iOS und Android, der zugehörigen Webanwendung unter avygo.app (nachfolgend gemeinsam „App" oder „Dienst") sowie aller darüber angebotenen Funktionen, Inhalte und Dienste.
(2) Vertragspartner und Anbieter ist die
Quzet Labs UG (haftungsbeschränkt)
Krenklstraße 5, 84034 Landshut, Deutschland
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 15328
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Adrian Tecleanu
USt-IdNr.: DE461632802 · Telefon: +49 1522 7653629 · E-Mail: support@avygo.app
(nachfolgend „Anbieter" oder „wir").
(3) Der Nutzer der App (nachfolgend „Nutzer" oder „Sie") ist die natürliche Person, die einen Vertrag über die Nutzung der App mit dem Anbieter abschließt. Die App richtet sich ausschließlich an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Eine gewerbliche Nutzung ist nicht vorgesehen und ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Anbieters untersagt.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Avygo ist eine Anwendung zur privaten Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen aller Art (z. B. Geburtstage, Hochzeiten, Partys, Familienfeiern). Die App ermöglicht insbesondere:
- die Erstellung und Verwaltung privater Veranstaltungen mit Datum, Ort, Beschreibung und Medien;
- das Einladen von Gästen über teilbare Einladungs-Links, die der Nutzer eigenständig kopiert und über die System-Funktionen seines Endgeräts (z. B. Messenger, E-Mail) weiterleitet;
- die Verwaltung von Gästelisten und Zu-/Absagen (RSVP);
- transportverschlüsselte Gruppen- und Privatchats, einschließlich Versand von Text, Bildern, Videos, Audio, Dokumenten und Kontakten;
- Module zur Veranstaltungsplanung wie Umfragen/Polls, Kostenaufteilung (Expenses), Geschenke- und Wunschlisten, Geschenkpools, To-do-Listen, Moodboards, Inspirationen und Partyspiele;
- ein persönliches Profil mit Galerie und konfigurierbarer Sichtbarkeit;
- Push-Benachrichtigungen über App-Ereignisse;
- optionale kostenpflichtige Premium-Angebote gemäß § 10.
(2) Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang der App jederzeit weiterzuentwickeln, einzelne Funktionen zu ergänzen, zu ändern oder einzustellen, sofern dies für den Nutzer zumutbar ist und der Hauptzweck des Vertrages – die Planung und Durchführung privater Veranstaltungen – nicht beeinträchtigt wird. Wesentliche Änderungen werden vorab in der App angekündigt.
(3) Soweit für einzelne Module Drittanbieter eingebunden werden (z. B. Karten- oder Standortdienste, Zahlungsabwickler, Authentifizierungsdienste), gelten zusätzlich deren Bedingungen. Der Anbieter weist hierauf jeweils im Verarbeitungskontext hin; Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(4) Der Anbieter betreibt keinen Zahlungsdienst im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG). Die Module „Expenses" und „Geschenkpool" dienen ausschließlich der koordinativen Hilfe zwischen Nutzern; etwaige Geld- oder Sachleistungen werden vom Nutzer außerhalb der App und ohne Beteiligung des Anbieters erbracht. Der Anbieter erhebt, verwaltet und transferiert keine Zahlungsbeträge im Zusammenhang mit diesen Modulen.
(5) Die App nutzt für die Chat-Funktion eine transportverschlüsselte Übertragung (TLS 1.2 oder höher) zwischen Endgerät und Server sowie eine serverseitige Verschlüsselung im Ruhezustand (Encryption at Rest, AES-256). Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung findet nicht statt; der Anbieter hat daher die technische Möglichkeit, auf Chat-Inhalte zuzugreifen. Ein solcher Zugriff erfolgt ausschließlich in den in der Datenschutzerklärung (Ziffer 6.7) beschriebenen Fällen, insbesondere zur Bearbeitung von Meldungen gemäß § 8 dieser AGB oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung. Bis einschließlich AGB-Version 2.0 wurde die Chat-Funktion Ende-zu-Ende-verschlüsselt über das Matrix-Protokoll abgewickelt; diese Verschlüsselungsmethode wird nicht mehr eingesetzt.
§ 3 Vertragsschluss, Registrierung, Mindestalter und Altersverifikation
(1) Die Nutzung der App setzt eine Registrierung voraus. Der Nutzer kann sich registrieren über
- E-Mail-Adresse mit Bestätigungs-Link („Magic Link"),
- Apple-Anmeldung („Sign in with Apple") oder
- Google-Anmeldung („Sign in with Google").
(2) Der Vertrag kommt mit der erfolgreichen Authentifizierung über den vom Nutzer gewählten Anmeldeweg und der getrennten, ausdrücklichen Zustimmung zu diesen AGB sowie zur Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung zustande. Der Anbieter behält sich vor, die Aktivierung zur Verhinderung von Missbrauch zu verzögern oder abzulehnen.
(3) Die Nutzung der App ist ausschließlich Personen erlaubt, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.
(4) Der Anbieter prüft das Mindestalter im Rahmen der Registrierung durch die verpflichtende Abfrage des vollständigen Geburtsdatums (Tag, Monat, Jahr). Ergibt sich aus dem angegebenen Geburtsdatum, dass der Nutzer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, wird die Registrierung verhindert.
(5) Ergänzend zur Selbstauskunft setzt der Anbieter ein technisches Anti-Umgehungs-Verfahren ein: Bei abgelehnter Registrierung wegen Unterschreitens der Altersgrenze wird ein nicht-reversibler, gehashter Identifier (SHA-256 aus E-Mail-Adresse, Geräte-Identifikator und Geburtsjahr) für höchstens 90 Tage gespeichert. Eine erneute Registrierung mit denselben Identifikatoren wird in diesem Zeitraum technisch unterbunden. Diese Maßnahme erfüllt die Anforderung „angemessener und verhältnismäßiger Maßnahmen" zum Schutz Minderjähriger gemäß Art. 28 der Verordnung (EU) 2022/2065 („Digital Services Act"). Einzelheiten zur Verarbeitung dieser Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(6) Wahrheitswidrige Altersangaben führen zur sofortigen Sperrung und Löschung des Kontos. Eine spätere Korrektur des Geburtsdatums ist ausschließlich über den Support unter support@avygo.app möglich; der Anbieter kann bei Verdacht auf Umgehung der Altersgrenze geeignete Identitätsnachweise verlangen.
(7) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Die Eröffnung mehrerer Konten je Person ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Anbieters zulässig.
(8) Zugangsdaten sind vom Nutzer geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer hat den Anbieter unverzüglich über jeden Verdacht eines unbefugten Zugriffs auf sein Konto zu informieren.
(9) Ein Anspruch auf Abschluss eines Nutzungsvertrages besteht nicht. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, soweit hierdurch keine gesetzlichen Pflichten verletzt werden.
§ 4 Nutzungsrechte an der App
(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares und widerrufliches Recht ein, die App zu privaten, nichtgewerblichen Zwecken auf den von ihm betriebenen Endgeräten zu installieren, zu starten und bestimmungsgemäß zu nutzen.
(2) Sämtliche Rechte an der App, ihren Inhalten, Bezeichnungen, Logos und Quellcodes verbleiben beim Anbieter oder seinen Lizenzgebern. Über die in Absatz 1 eingeräumten Nutzungsrechte hinausgehende Rechte werden nicht gewährt.
(3) Dem Nutzer ist insbesondere untersagt:
- die App oder Teile davon zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen, zu vermieten oder anderweitig kommerziell zu verwerten, soweit dies nicht ausdrücklich erlaubt ist;
- die App zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu disassemblieren oder zu dekompilieren, soweit nicht zwingend gesetzlich gestattet (§ 69e UrhG);
- Schutzmechanismen, technische Beschränkungen oder Identifikationsmerkmale der App zu entfernen, zu umgehen oder zu verändern;
- Zugangsdaten, Aktivierungs- oder Lizenzschlüssel an Dritte weiterzugeben.
§ 5 Pflichten des Nutzers, verbotene Nutzungen
(1) Der Nutzer ist verpflichtet, die App nur in Übereinstimmung mit diesen AGB, der Datenschutzerklärung, den Community-Richtlinien (§ 7) und dem geltenden Recht zu nutzen.
(2) Verboten ist insbesondere:
- die Übermittlung, Speicherung, Veröffentlichung oder Weitergabe von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere strafbare, jugendgefährdende, gewaltverherrlichende, pornografische, rassistische, beleidigende, diskriminierende, ehrverletzende oder zur Volksverhetzung geeignete Inhalte;
- die Verletzung von Urheber-, Marken-, Persönlichkeits-, Datenschutz- oder sonstigen Rechten Dritter;
- das Versenden unerwünschter Werbung, Spam, Kettenbriefe oder Schneeballsysteme;
- die Belästigung, Bedrohung, Verleumdung oder Stalking anderer Nutzer;
- das Erfragen oder unbefugte Erheben personenbezogener Daten anderer Nutzer, insbesondere zum Zweck der Kontaktaufnahme außerhalb der App ohne Einwilligung;
- jede Handlung, die geeignet ist, die Funktionsfähigkeit der App, der Server oder der Netzwerke des Anbieters zu beeinträchtigen oder unverhältnismäßig zu belasten, einschließlich des Einsatzes von Schadsoftware sowie der nicht bestimmungsgemäße Einsatz von Bots, Skripten oder automatisierten Abrufverfahren („Scraping"); die Nutzung assistiver Technologien zum Zwecke der Barrierefreiheit bleibt hiervon unberührt;
- Versuche, sich unbefugten Zugang zu Daten anderer Nutzer oder zu nicht für den Nutzer freigegebenen Bereichen der App zu verschaffen;
- die Umgehung technischer oder rechtlicher Beschränkungen, einschließlich Geo-Blocking, Sperren von Konten oder der Altersverifikation nach § 3;
- die Erstellung gefälschter Identitäten, Identitätsdiebstahl oder das Auftreten als eine andere Person, ein Unternehmen oder eine Organisation ohne entsprechende Berechtigung.
(3) Der Nutzer ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über Sicherheitslücken, missbräuchliche Inhalte oder andere Verstöße zu informieren, die ihm bekannt werden.
(4) Bei Verstößen gegen diese Pflichten ist der Anbieter berechtigt, Maßnahmen nach § 8 zu ergreifen.
§ 6 Nutzergenerierte Inhalte und Rechteeinräumung
(1) Inhalte, die der Nutzer in die App einstellt – insbesondere Texte, Bilder, Videos, Tonaufnahmen, Dokumente, Profilangaben, Galeriebeiträge, Chat-Nachrichten, Umfragen, To-do-Listen, Moodboard-Beiträge, Bewertungen und Kommentare (nachfolgend „Nutzerinhalte") – verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Nutzer ist allein verantwortlich für die von ihm eingestellten Inhalte.
(2) Der Nutzer räumt dem Anbieter an seinen Nutzerinhalten ein einfaches, räumlich und inhaltlich auf den Betrieb der App beschränktes, kostenfreies Nutzungsrecht ein, soweit dies erforderlich ist, um die App vertragsgemäß bereitzustellen. Dieses Nutzungsrecht umfasst insbesondere
- das Speichern und Vorhalten der Inhalte auf den Servern des Anbieters und seiner Auftragsverarbeiter,
- das Übertragen und Anzeigen der Inhalte an die vom Nutzer ausgewählten Empfänger oder die für die jeweilige Funktion vorgesehenen Empfängerkreise (z. B. Eventgäste, Galerie-Sichtbarkeit),
- das technisch erforderliche Anpassen, Komprimieren, Transcodieren, Skalieren und Erstellen von Vorschauversionen,
- die Erstellung von Sicherungskopien zu Zwecken des Datenverlustschutzes.
(3) Das Nutzungsrecht endet automatisch mit der Löschung des jeweiligen Nutzerinhalts oder spätestens mit der Beendigung des Vertragsverhältnisses, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder die berechtigten Interessen Dritter (z. B. Sichtbarkeit eines Chat-Beitrages bei den anderen Chat-Teilnehmern) entgegenstehen. Eine darüber hinausgehende, insbesondere kommerzielle oder werbliche Nutzung der Nutzerinhalte durch den Anbieter erfolgt nicht ohne ausdrückliche, gesondert eingeholte Einwilligung des Nutzers.
(4) Der Nutzer sichert zu, dass er Inhaber sämtlicher Rechte an den von ihm hochgeladenen Inhalten ist oder über die erforderlichen Nutzungs- und Verwendungsrechte verfügt. Bei Personen, die in Bildern oder Videos abgebildet sind, hat der Nutzer deren Einwilligung gemäß §§ 22 ff. KUG bzw. der Datenschutz-Grundverordnung einzuholen. Die App weist den Nutzer vor jedem Upload auf diese Verpflichtung hin.
(5) Der Nutzer stellt den Anbieter von berechtigten Ansprüchen Dritter frei, die diese gegen den Anbieter wegen einer Verletzung ihrer Rechte durch vom Nutzer hochgeladene Inhalte geltend machen. Die Freistellungspflicht besteht nicht, soweit der Nutzer die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat. Die Geltendmachung weitergehender Schadensersatzansprüche durch den Anbieter bleibt unberührt.
(6) Chat-Inhalte werden vom Anbieter transportverschlüsselt übertragen und im Ruhezustand verschlüsselt gespeichert (siehe § 2 Abs. 5). Der Anbieter hat im Rahmen der dort sowie in der Datenschutzerklärung beschriebenen Ausnahmefälle die technische Möglichkeit des Zugriffs auf Chat-Inhalte. Innerhalb der Reichweite der jeweiligen Konversation gelten die vorstehenden Lizenzregelungen sinngemäß.
§ 7 Verhaltensregeln (Community-Richtlinien)
(1) Avygo ist eine Plattform für private Veranstaltungen. Der respektvolle Umgang miteinander ist Grundbedingung der Nutzung. Der Nutzer verpflichtet sich, andere Nutzer höflich und ohne Diskriminierung zu behandeln und die persönliche Sphäre Anderer zu achten.
(2) Untersagt sind insbesondere:
- a) Belästigung, Mobbing, gezieltes Bloßstellen oder Cybermobbing;
- b) hasserfüllte oder diskriminierende Äußerungen, insbesondere wegen Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Identität, Behinderung oder Alter;
- c) Inhalte, die Selbstverletzung, Selbstmord, Essstörungen oder andere selbstgefährdende Verhaltensweisen verharmlosen, fördern oder anleiten;
- d) sexuelle Belästigung sowie das Teilen intimer Inhalte ohne Einwilligung der abgebildeten Person;
- e) jegliche Inhalte, die Minderjährige sexualisieren oder gefährden, insbesondere kinderpornografische Darstellungen (§§ 184b, 184c StGB) – diese sind absolut verboten und werden unverzüglich an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden gemeldet;
- f) das Veröffentlichen personenbezogener Daten Dritter ohne deren Einwilligung („Doxxing");
- g) das Anwerben für extremistische, terroristische oder kriminelle Vereinigungen.
(3) Der Anbieter behält sich vor, ergänzende Community-Richtlinien zu veröffentlichen. Wesentliche Änderungen werden in der App angekündigt; rein konkretisierende Klarstellungen können über In-App-Mitteilungen kommuniziert werden.
§ 8 Moderation, Sperrung, Beschwerden, Notice-and-Takedown
(1) Der Anbieter überwacht die Inhalte der App nicht aktiv und hat hierzu auch keine generelle Pflicht. Er ist jedoch berechtigt und verpflichtet, gegen rechtswidrige oder gegen diese AGB verstoßende Inhalte vorzugehen, sobald er hiervon Kenntnis erlangt (§§ 7 ff. DDG, Art. 6 und 16 ff. der Verordnung (EU) 2022/2065 – „Digital Services Act", DSA).
(2) Nutzer und Dritte können rechtswidrige oder regelwidrige Inhalte über folgende Wege melden:
- die in der App integrierten Meldefunktionen („Inhalt melden", „Nachricht melden", „Nutzer melden");
- die zentrale Kontaktstelle des Anbieters: support@avygo.app.
(3) Der Anbieter prüft eingehende Meldungen sorgfältig und in angemessener Frist. Die übliche Erstreaktion erfolgt innerhalb von sieben (7) Werktagen; in dringenden Fällen (insbesondere bei strafbaren Inhalten oder unmittelbarer Gefährdung) erfolgt eine bevorzugte Bearbeitung. Der meldende Nutzer wird über das Ergebnis der Prüfung informiert, soweit nicht überwiegende Drittinteressen oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen.
(4) Stellt der Anbieter einen Verstoß fest, kann er nach pflichtgemäßem Ermessen und unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit folgende Maßnahmen ergreifen:
- Hinweis und Verwarnung;
- Entfernung oder Sperrung einzelner Inhalte;
- Stummschalten („Mute") oder Ausschluss („Kick"/„Ban") aus einer einzelnen Veranstaltung oder einem einzelnen Chat;
- zeitlich begrenzte Sperrung des Nutzerkontos;
- dauerhafte Sperrung und Löschung des Nutzerkontos;
- Anzeige bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden in den gesetzlich vorgesehenen Fällen.
(5) Der betroffene Nutzer wird über die ergriffene Maßnahme und ihre Begründung informiert, soweit dem nicht ermittlungstaktische Gründe oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Er kann der Maßnahme innerhalb von sechs (6) Monaten nach Zugang der Information widersprechen, indem er die in der App vorgesehene Beschwerdefunktion nutzt oder per E-Mail an support@avygo.app Stellung nimmt. Der Anbieter bearbeitet Beschwerden zeitnah, sorgfältig, diskriminierungsfrei und unparteiisch und teilt dem Nutzer eine begründete Entscheidung mit. Diese Frist und der Beschwerdeprozess entsprechen Art. 20 DSA.
(6) Bei besonders schweren Verstößen, insbesondere bei strafbaren Inhalten gemäß § 7 Abs. 2 lit. e, ist der Anbieter zur sofortigen und dauerhaften Sperrung ohne vorherige Verwarnung berechtigt.
(7) Die Rechte des Nutzers aus § 14 (Kündigung) bleiben unberührt.
§ 9 Verfügbarkeit, Wartung, Updates
(1) Der Anbieter ist um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der App bemüht, schuldet aber keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Software-Updates, Ausfälle bei Drittanbietern oder Internetdienstleistern, Sicherheitsmaßnahmen oder Ereignisse höherer Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen der Verfügbarkeit führen.
(2) Geplante Wartungsfenster werden, soweit möglich, in nutzungsschwachen Zeiten durchgeführt und dem Nutzer zumutbar angekündigt.
(3) Der Anbieter stellt dem Nutzer Aktualisierungen der App zur Verfügung, die für die Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlich sind (§ 327f BGB). Die Pflicht zur Bereitstellung von Updates besteht für den Zeitraum, den der Nutzer aufgrund der Art und des Zwecks der App und unter Berücksichtigung der Umstände und der Art des Vertrages vernünftigerweise erwarten kann. Für Designs stellt der Anbieter diese Aktualisierungen bereit, solange er die App betreibt; für das Event-Upgrade und zusätzlichen Speicher, solange die Veranstaltung in der App besteht.
(4) Der Nutzer sollte bereitgestellte Updates innerhalb angemessener Frist installieren. Unterlässt er dies, haftet der Anbieter nicht für einen Mangel, der allein auf das Fehlen des Updates zurückzuführen ist, sofern der Anbieter den Nutzer über die Verfügbarkeit des Updates und die Folgen einer unterlassenen Installation informiert hat und die unterlassene oder unsachgemäße Installation nicht auf einer mangelhaften Installationsanleitung des Anbieters beruht (§ 327f Abs. 2 BGB).
§ 10 Vergütung, kostenpflichtige Premium-Angebote, Abrechnung
(1) Die Grundnutzung der App ist für den Nutzer kostenlos. Zusätzliche Leistungen können als In-App-Kauf erworben werden („Premium-Angebote"). Der Kauf läuft über den Apple App Store oder Google Play (jeweils „Store"); deren Betreiber heißen in diesen AGB „Plattformanbieter". Welche Premium-Angebote verfügbar sind und welche Preise gelten, ergibt sich aus der Produktdarstellung in der App und im jeweiligen Store. Maßgeblich ist der Preis, der dem Nutzer unmittelbar vor Abschluss des Kaufs im Kaufdialog des Stores angezeigt wird. Er ist der Gesamtpreis einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. In Ländern, in denen Steuern nach dortigem Recht zusätzlich zum angezeigten Preis erhoben werden, weist der Store sie vor Abschluss des Kaufs gesondert aus. Weitere Kosten fallen nicht an.
(2) Der Anbieter bietet folgende Premium-Angebote an (Stand: Versionsdatum dieser AGB):
- Designs. Ein Design ist eine gestalterische Ausstattung für Veranstaltungen, insbesondere Farben, Schriften, Muster, Hintergründe und Bewegungseffekte. Mit dem Kauf eines Designs erwirbt der Nutzer das zeitlich unbefristete, nicht ausschließliche Recht, dieses Design für alle Veranstaltungen zu verwenden, deren Gastgeber er ist. Der Kauf umfasst alle Farbvarianten, die in der App als Teil desselben Designs ausgewiesen sind. Das Design „Klassisch" steht allen Nutzern kostenlos zur Verfügung.
- Event-Upgrade. Das Event-Upgrade erweitert eine einzelne, beim Kauf ausgewählte Veranstaltung. An der Veranstaltung können statt 50 bis zu 500 Personen einschließlich des Gastgebers teilnehmen; ist die Höchstzahl erreicht, werden weitere Personen nicht abgewiesen, sondern auf eine Warteliste gesetzt. Der Speicherplatz für Medien der Veranstaltung beträgt 10 GB statt 1 GB, und für die Veranstaltung kann ein Video-Banner verwendet werden. Das Event-Upgrade gilt ausschließlich für die ausgewählte Veranstaltung, solange diese in der App besteht, und kann für jede weitere Veranstaltung erneut erworben werden. 180 Tage nach dem Veranstaltungstermin wechselt eine Veranstaltung in den Erinnerungsmodus; sie lässt sich dann nicht mehr ändern, und von ihren Fotos und Videos bleibt nur eine Auswahl dauerhaft erhalten. Einzelheiten hierzu enthält die Datenschutzerklärung.
- Zusätzlicher Speicher. Für eine Veranstaltung mit Event-Upgrade können weitere 10 GB Speicherplatz für Medien erworben werden, auch mehrfach. Der zusätzliche Speicher gilt ausschließlich für die ausgewählte Veranstaltung und für dieselbe Dauer wie das Event-Upgrade.
Kann ein bezahltes Event-Upgrade oder ein bezahlter zusätzlicher Speicher keiner Veranstaltung zugeordnet werden, bleibt der Kauf als Guthaben am Nutzerkonto erhalten. Das Guthaben verfällt nicht durch Zeitablauf und kann für eine Veranstaltung des Nutzers eingelöst werden. Wird eine Veranstaltung vor ihrem Beginn abgesagt oder gelöscht, wird ein für sie erworbenes Event-Upgrade samt zusätzlichem Speicher ebenfalls zu Guthaben. Wird die Veranstaltung wiederhergestellt, solange dieses Guthaben nicht eingelöst ist, gilt das Event-Upgrade wieder für sie; ist es bereits eingelöst, wird sie ohne Event-Upgrade wiederhergestellt. Ab dem Beginn der Veranstaltung ist das Event-Upgrade verbraucht. Den Beginn bestimmen das in der App eingetragene Datum und die Startzeit; ohne Startzeit gilt der Tagesbeginn, ohne festes Datum hat die Veranstaltung nicht begonnen.
(3) Premium-Angebote sind an das Avygo-Nutzerkonto gebunden, über das sie erworben wurden. Sie stehen dem Nutzer auf allen Endgeräten und unter beiden Betriebssystemen (iOS, Android) zur Verfügung, auf denen er mit diesem Nutzerkonto angemeldet ist. Sie sind nicht auf andere Personen und, außer nach einer Kontolöschung (§ 14 Abs. 5), nicht auf andere Nutzerkonten übertragbar; eine Familienfreigabe der Stores findet keine Anwendung. Über die Funktion „Käufe wiederherstellen" in den Einstellungen der App kann der Nutzer seine Käufe jederzeit erneut mit seinem Nutzerkonto abgleichen.
(4) Premium-Angebote setzen ein Avygo-Nutzerkonto, eine vom Anbieter unterstützte Version der App und eine Internetverbindung voraus. Die App läuft auf den Versionen von iOS und Android, die der jeweilige Store als Voraussetzung ausweist. Premium-Angebote lassen sich nur innerhalb von Avygo verwenden; ein Export oder eine Nutzung in anderen Anwendungen ist nicht vorgesehen. Ob eine Berechtigung besteht, prüft der Anbieter auf seinen Servern anhand des Nutzerkontos.
(5) Zeitlich unbefristet im Sinne des Absatzes 2 bedeutet, dass das Nutzungsrecht an einem Design nicht nach einer bestimmten Laufzeit endet und keine weiteren Zahlungen auslöst. Der Nutzer kann ein erworbenes Design verwenden, solange er ein Nutzerkonto hat und der Anbieter die App betreibt. Nimmt der Anbieter ein Design aus dem Angebot, bleibt es für Nutzer, die es bereits erworben haben, weiterhin verwendbar.
(6) Designs, Event-Upgrade und zusätzlicher Speicher sind Einmalkäufe. Sie verlängern sich nicht automatisch und lösen keine wiederkehrenden Zahlungen aus.
(7) Verkäufer eines Premium-Angebots ist der Plattformanbieter: bei Käufen über den Apple App Store Apple Distribution International Ltd. (Irland), bei Käufen über Google Play Google Commerce Limited (Irland). Er schließt den Kaufvertrag im eigenen Namen nach seinen Bedingungen, nimmt die Zahlung über das dort hinterlegte Zahlungsmittel entgegen und stellt den Beleg aus. Der Anbieter stellt das erworbene Premium-Angebot in der App bereit und hält es nach diesen AGB nutzbar. Zur technischen Verwaltung der Käufe setzt der Anbieter RevenueCat, Inc. (USA) ein; eine Abrechnung über RevenueCat erfolgt nicht. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(8) Der Nutzer gibt seine Bestellung ab, indem er den Kauf im Kaufdialog des Stores bestätigt. Der Kaufvertrag mit dem Plattformanbieter kommt zustande, sobald der Store den Kauf bestätigt hat. Bis dahin kann der Nutzer den Kauf abbrechen, indem er den Kaufdialog schließt. Der Anbieter speichert zu jedem Kauf das Produkt, den Zeitpunkt und die Transaktionskennung des Stores; die jeweils aktuelle Fassung dieser AGB ist in der App und unter https://avygo.app/agb abrufbar. Nutzer, die noch nicht volljährig sind, benötigen für den Erwerb von Premium-Angeboten die Einwilligung ihrer gesetzlichen Vertreter, soweit sie den Kaufpreis nicht mit Mitteln bezahlen, die ihnen zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung überlassen wurden (§§ 107, 110 BGB). Fehlt die erforderliche Einwilligung und wird der Kauf nicht genehmigt, wird er über den Plattformanbieter rückabgewickelt; die Berechtigung endet.
(9) Der Anbieter stellt ein erworbenes Premium-Angebot unmittelbar nach Abschluss des Kaufs bereit, indem er es dem Nutzerkonto oder der ausgewählten Veranstaltung zuordnet. Bedarf der Kauf einer Freigabe durch Dritte (z. B. einer Kaufanfrage in einer Familiengruppe) oder ist die Zahlung noch nicht bestätigt, erfolgt die Bereitstellung, sobald der Store den Kauf bestätigt hat.
(10) Rechnungen und Belege stellt der jeweilige Plattformanbieter aus; Fragen zu Belegen, Doppelbuchungen oder Zahlungsstörungen klärt er. Der Anbieter hilft auf Anfrage an support@avygo.app.
(11) Über Erstattungen entscheidet der jeweilige Plattformanbieter nach seinen Bedingungen: bei Käufen über den Apple App Store Apple (Antrag unter reportaproblem.apple.com), bei Käufen über Google Play Google (Antrag im Google-Play-Konto). Käufe über Google Play kann auch der Anbieter erstatten; der Nutzer kann sich dafür an support@avygo.app wenden. Rechte aus dem Kaufvertrag, insbesondere das Widerrufsrecht (§ 11) und die gesetzlichen Rechte bei Mängeln, bestehen gegenüber dem Plattformanbieter; § 13 bleibt unberührt.
(12) Wird der Kaufpreis vollständig zurückgezahlt – durch Widerruf, durch eine Erstattung des Plattformanbieters oder weil die Zahlung rückgängig gemacht wird –, endet die damit erworbene Berechtigung. Ein erstattetes Design kann nicht mehr für Veranstaltungen ausgewählt werden. Bei einem erstatteten Event-Upgrade oder zusätzlichen Speicher gelten für die Veranstaltung wieder die Grenzen der kostenlosen Nutzung; bereits teilnehmende Personen bleiben Teilnehmer. Eine Minderung des Kaufpreises wegen eines Mangels lässt die Berechtigung unberührt.
(13) Der Anbieter kann für künftige Käufe weitere Premium-Angebote einführen, Premium-Angebote aus dem Verkauf nehmen und Preise ändern. Das ist keine Änderung dieser AGB. Bereits abgeschlossene Käufe bleiben unberührt.
(14) Das Erscheinungsbild eines erworbenen Designs gestaltet der Anbieter nach dem Kauf nicht um. Im Übrigen ändert er erworbene Premium-Angebote über das zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderliche Maß hinaus nur aus triftigem Grund: zur Anpassung an neue Betriebssystem-Versionen oder Vorgaben der Stores, zur Erhöhung der Sicherheit, zur Abwehr von Missbrauch oder zur Umsetzung gesetzlicher oder behördlicher Anforderungen. Dem Nutzer entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten; der Anbieter informiert ihn klar und verständlich über die Änderung. Beeinträchtigt eine Änderung den Zugriff auf ein Premium-Angebot oder dessen Nutzbarkeit nicht nur unerheblich, informiert der Anbieter den Nutzer vorab per E-Mail; die Rechte des Nutzers nach § 327r BGB bleiben unberührt.
§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Das gesetzliche Widerrufsrecht beim Erwerb eines Premium-Angebots besteht gegenüber dem Plattformanbieter als Verkäufer (§ 10 Abs. 7). Er belehrt im Kaufdialog darüber und nimmt den Widerruf nach seinen Bedingungen entgegen: bei Käufen über den Apple App Store über die Kaufhistorie des Apple-Accounts, bei Käufen über Google Play über die von Google bereitgestellte Widerrufsfunktion.
(2) Wird ein Kauf widerrufen, endet die damit erworbene Berechtigung (§ 10 Abs. 12).
§ 12 Haftung
(1) Der Anbieter haftet dem Nutzer nach den gesetzlichen Bestimmungen unbeschränkt
- a) für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer schuldhaften Pflichtverletzung des Anbieters, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen,
- b) für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen,
- c) bei arglistigem Verschweigen eines Mangels,
- d) im Umfang einer vom Anbieter übernommenen Garantie sowie
- e) nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG).
(2) Bei einer leicht fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten) haftet der Anbieter der Höhe nach beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters, wenn Ansprüche unmittelbar gegen diese geltend gemacht werden.
(5) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverlust richtet sich nach den vorstehenden Absätzen. Hat der Nutzer trotz angemessener und ihm zumutbarer Hinweise im Rahmen der App keine Vorsorgemaßnahmen (insbesondere eigene Sicherungskopien wichtiger Medien) getroffen, kann sich dies als Mitverschulden gemäß § 254 BGB auswirken. Eine Haftungsfreistellung des Anbieters ist hiermit nicht verbunden.
(6) Der Anbieter haftet nicht für Inhalte, die Nutzer eigenverantwortlich einstellen (Nutzerinhalte), und nicht für Inhalte, die er auf Hinweis hin entfernt oder sperrt (§§ 7 ff. DDG, Art. 6 DSA). Diese Haftungsprivilegierung berührt die Pflichten des Anbieters zur Entfernung rechtswidriger Inhalte nicht.
(7) Für Schäden durch höhere Gewalt – etwa Naturereignisse, behördliche Anordnungen, Streiks oder Ausfälle der allgemeinen Strom- und Telekommunikationsversorgung – haftet der Anbieter nicht, soweit er sie nicht zu vertreten hat. Absatz 1 bleibt unberührt.
§ 13 Gewährleistung
(1) Für Premium-Angebote stehen Verbrauchern die gesetzlichen Rechte bei Mängeln digitaler Produkte (§§ 327 ff. BGB) gegenüber dem Plattformanbieter als Verkäufer zu. Unabhängig davon behebt der Anbieter Mängel der Premium-Angebote, die ihm unter support@avygo.app gemeldet werden.
(2) Im Rahmen des unentgeltlichen Teils der App leistet der Anbieter Gewähr für die Funktionsfähigkeit nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen unter Berücksichtigung des unentgeltlichen Charakters dieser Leistung. Der Anbieter haftet im unentgeltlichen Teil nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit; § 12 Abs. 1 lit. a, c, d und e bleibt unberührt.
(3) Der Nutzer wird gebeten, ihm bekannte Mängel unverzüglich über die Support-Adresse support@avygo.app zu melden, um eine zeitnahe Mängelbeseitigung zu ermöglichen. Eine Rügeobliegenheit besteht für Verbraucher nicht; Mängelrechte werden durch eine unterlassene Meldung nicht ausgeschlossen.
§ 14 Laufzeit, Kündigung, Inaktivitäts-Löschung, Cleanup unvollständiger Registrierungen
(1) Der Vertrag über die Nutzung der App wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von vier (4) Wochen zum Monatsende in Textform gekündigt werden. Gegenüber Nutzern, die Premium-Angebote erworben haben, kündigt der Anbieter ordentlich nur, wenn er die App insgesamt einstellt, und mit einer Frist von sechs (6) Monaten. Ab dieser Kündigung verkauft der Anbieter keine Premium-Angebote mehr; bereits erworbene bleiben bis zur Einstellung nutzbar. Durch die Einstellung entsteht kein Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises; gesetzliche Ansprüche des Nutzers bleiben unberührt. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung nach Absatz 2 bleibt unberührt. Der Nutzer kann sein Konto jederzeit unmittelbar aus der App heraus löschen; die Kontolöschung beendet das Vertragsverhältnis sofort.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen des Nutzers gegen § 5 oder § 7 dieser AGB vor.
(3) Im Falle einer Sperrung gemäß § 8 gilt das Vertragsverhältnis bis zur endgültigen Löschung des Kontos als ausgesetzt.
(4) Bei nicht abgeschlossener Registrierung gelten folgende Cleanup-Regeln:
- E-Mail-Adressen ohne Bestätigung des Magic-Links werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht;
- Konten ohne abgeschlossenes Onboarding (insbesondere ohne Altersangabe und ohne aktive Zustimmung zu AGB und Datenschutzerklärung) werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht;
- der gehashte Identifier zur Anti-Umgehung der Altersverifikation gemäß § 3 Abs. 5 wird spätestens 90 Tage nach seiner Erfassung automatisch gelöscht.
(5) Premium-Angebote sind an das Nutzerkonto gebunden (§ 10 Abs. 3). Wird das Nutzerkonto gelöscht, enden die erworbenen Berechtigungen und nicht eingelöste Guthaben. Erworbene Designs kann der Nutzer danach einem neuen Nutzerkonto zuordnen, indem er dort die Funktion „Käufe wiederherstellen" mit dem Konto beim Plattformanbieter nutzt, über das er sie erworben hat; für Event-Upgrades, zusätzlichen Speicher und Guthaben gilt das nicht. Allein durch die Kontolöschung entsteht kein Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises. Das gilt ebenso, wenn der Anbieter den Vertrag aus wichtigem Grund kündigt, den der Nutzer zu vertreten hat (Absatz 2). Gesetzliche Ansprüche des Nutzers, insbesondere aus einem bereits erklärten Widerruf (§ 11), wegen Mängeln (§ 13) und auf Schadensersatz (§ 12), bleiben unberührt.
(6) Wird ein Konto vierundzwanzig (24) Monate lang nicht aktiv genutzt (kein Login, keine Interaktion), kann der Anbieter den Nutzer per E-Mail an die hinterlegte Adresse über die bevorstehende Löschung informieren. Erfolgt innerhalb von dreißig (30) Tagen nach dieser Mitteilung keine Reaktion des Nutzers, ist der Anbieter berechtigt, das Konto und die zugehörigen Inhalte zu löschen, soweit dem keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder berechtigten Interessen Dritter entgegenstehen. Konten mit erworbenen und nicht erstatteten Premium-Angeboten löscht der Anbieter nicht wegen Inaktivität.
(7) Die Löschung des Kontos führt zur unwiderruflichen Entfernung der nutzergebundenen Inhalte gemäß den in der Datenschutzerklärung angegebenen Speicherfristen. Inhalte, die andere Nutzer im Rahmen geteilter Kontexte bereits empfangen haben (z. B. Chat-Nachrichten in deren Geräten, Beiträge in geteilten Galerien), bleiben dort technisch unberührt; der Nutzername wird in solchen Kontexten anonymisiert oder durch einen Platzhalter ersetzt.
§ 15 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Nutzers nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Die Datenschutzerklärung ist innerhalb der App und unter https://avygo.app/datenschutz jederzeit abrufbar.
(2) Der Anbieter dokumentiert den Versionsstand der vom Nutzer akzeptierten AGB und der zur Kenntnis genommenen Datenschutzerklärung pro Nutzerkonto (Versionierungs-Identifikatoren).
§ 16 Apple App Store, Google Play – Sonderbestimmungen
(1) Wird die App über den Apple App Store bezogen, gelten zusätzlich folgende Bestimmungen, die ausschließlich das Verhältnis zwischen dem Nutzer, dem Anbieter und Apple Inc. („Apple") betreffen:
- Diese AGB werden ausschließlich zwischen dem Nutzer und dem Anbieter geschlossen, nicht mit Apple. Apple ist nicht verantwortlich für die App und ihren Inhalt.
- Die Lizenz zur Nutzung der App ist nicht übertragbar und auf Apple-Geräte beschränkt, die dem Nutzer gehören oder von ihm kontrolliert werden, im Rahmen der Nutzungsregeln („Usage Rules") der Apple Media Services Bedingungen; über die Familienfreigabe oder Volumenkäufe können auch andere mit dem Käufer verbundene Accounts auf die App zugreifen.
- Für Wartung und Support der App ist allein der Anbieter verantwortlich. Apple ist nicht verpflichtet, Wartungs- oder Supportleistungen für die App zu erbringen.
- Für die Gewährleistung ist allein der Anbieter verantwortlich. Entspricht die App nicht einer anwendbaren Gewährleistung, kann der Nutzer Apple benachrichtigen; Apple erstattet dann den gegebenenfalls für die App gezahlten Kaufpreis. Im gesetzlich zulässigen Umfang treffen Apple darüber hinaus keine Gewährleistungspflichten für die App; alle weiteren Ansprüche, Verluste, Schäden, Kosten oder Aufwendungen wegen eines Verstoßes gegen eine Gewährleistung trägt allein der Anbieter. Die Rechte des Nutzers gegenüber dem Plattformanbieter als Verkäufer von Premium-Angeboten (§ 10 Abs. 7 und 11, § 13 Abs. 1) bleiben unberührt.
- Der Nutzer hat bei der Nutzung der App die für ihn geltenden Vertragsbedingungen Dritter einzuhalten, zum Beispiel die seines Mobilfunk- oder Internetanbieters.
- Der Anbieter, nicht Apple, ist verantwortlich für Ansprüche aus Produkthaftung, Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen sowie Verbraucherschutz- und Datenschutzansprüche.
- Im Falle eines Anspruchs Dritter wegen Verletzung geistiger Schutzrechte ist der Anbieter, nicht Apple, für die Untersuchung, Verteidigung, Beilegung und Erledigung verantwortlich.
- Der Nutzer versichert, dass er sich nicht in einem Land aufhält, das einem US-Embargo unterliegt oder das von der US-Regierung als „Terrorismus unterstützender" Staat eingestuft wurde, und dass er auf keiner US-Liste verbotener oder eingeschränkter Personen geführt wird.
- Apple und seine Tochtergesellschaften sind Drittbegünstigte dieser AGB hinsichtlich der Nutzung der App auf Apple-Geräten und können diese Bedingungen gegenüber dem Nutzer durchsetzen.
(2) Wird die App über Google Play bezogen, gelten zusätzlich folgende Bestimmungen, die ausschließlich das Verhältnis zwischen dem Nutzer, dem Anbieter und Google (Google Ireland Limited und Google Commerce Limited, nachfolgend gemeinsam „Google") betreffen:
- Diese AGB werden ausschließlich zwischen dem Nutzer und dem Anbieter geschlossen, nicht mit Google.
- Die Nutzung der App muss in Übereinstimmung mit den jeweils geltenden Google-Play-Nutzungsbedingungen erfolgen.
- Google ist nicht verantwortlich für die App oder ihren Inhalt; jegliche Verantwortung trifft den Anbieter. Die Rechte des Nutzers gegenüber dem Plattformanbieter als Verkäufer von Premium-Angeboten (§ 10 Abs. 7 und 11, § 13 Abs. 1) bleiben unberührt.
- Google ist Drittbegünstigter dieser AGB, soweit sich diese auf die über Google Play bezogene App beziehen.
§ 17 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB ändern, soweit dies erforderlich ist, um sie an geänderte gesetzliche Anforderungen, an höchstrichterliche Rechtsprechung oder an geänderte tatsächliche Umstände (z. B. neue Funktionen, Wegfall von Funktionen, Änderungen bei eingesetzten Drittanbietern) anzupassen. Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung zulasten des Nutzers verschieben, sind auf diesem Weg nicht möglich.
(2) Der Anbieter informiert den Nutzer vor Wirksamwerden über beabsichtigte Änderungen in der App; die Mitteilung nennt die Änderungen und ihre Gründe. Änderungen werden erst wirksam, wenn der Nutzer ihnen in der App ausdrücklich zustimmt. Stimmt er nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort; § 14 Abs. 1 bleibt unberührt.
(3) Änderungen der Datenschutzerklärung sind keine Änderungen dieser AGB; über sie informiert der Anbieter nach Ziffer 15 Abs. 4 der Datenschutzerklärung. Die Versionsstände der AGB und der Datenschutzerklärung werden pro Nutzer technisch dokumentiert.
§ 18 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland bleiben die zwingenden Bestimmungen des Verbraucherschutzes des Aufenthaltsstaates unberührt (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
(2) Ist der Nutzer Verbraucher und hat er seinen Wohnsitz in Deutschland, gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Hat der Nutzer keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland oder einem anderen EU-Mitgliedstaat oder hat er nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt oder ist sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
(3) Hinweis nach § 36 VSBG: Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder nicht durchführbar sein oder werden, wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder nicht durchführbaren Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung. Gleiches gilt für etwaige Lücken.
(5) Vertragssprache ist Deutsch.
(6) Mündliche Nebenabreden bestehen bei Vertragsschluss nicht. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.
(7) Der Nutzer ist nicht berechtigt, ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters Rechte oder Pflichten aus diesem Vertrag auf Dritte zu übertragen. Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag im Rahmen einer Übertragung des Geschäftsbetriebes oder einer Umstrukturierung auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen, sofern dem nicht überwiegende Interessen des Nutzers entgegenstehen; der Nutzer wird über eine solche Übertragung informiert und kann dem Vertrag in diesem Fall innerhalb von vier Wochen widersprechen.
§ 19 Stand und Versionierung
Diese AGB haben den
Stand: 24.10.2026
Version: 2.2
Wesentliche Änderungen gegenüber Version 2.1: § 10 beschreibt die Premium-Angebote neu (Designs als Einmalkauf, Event-Upgrade, zusätzlicher Speicher, Guthaben), ihre Bindung an das Nutzerkonto, ihre technischen Voraussetzungen, den Vertragsschluss sowie Bereitstellung, Erstattung und Wegfall der Berechtigung; die Regelungen zu Abonnements entfallen. § 10 Abs. 7 und § 11 stellen klar, dass der Plattformanbieter Verkäufer ist und Widerruf, Erstattung und Rechte bei Mängeln aus dem Kauf ihm gegenüber bestehen; § 13 Abs. 1 sagt zu, dass der Anbieter gemeldete Mängel behebt. § 14 Abs. 5 regelt die Folgen einer Kontolöschung für erworbene Premium-Angebote, einschließlich der Wiederherstellung von Designs auf einem neuen Nutzerkonto. § 14 Abs. 1 beschränkt die ordentliche Kündigung durch den Anbieter gegenüber Nutzern mit erworbenen Premium-Angeboten auf die Einstellung der App mit einer Frist von sechs Monaten; ab der Kündigung endet der Verkauf. § 10 Abs. 2 macht ein Event-Upgrade zu Guthaben, wenn die Veranstaltung vor ihrem Beginn abgesagt oder gelöscht wird. § 14 Abs. 6 nimmt Konten mit erworbenen Premium-Angeboten von der Löschung wegen Inaktivität aus. Überarbeitet wurden außerdem § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 8, § 9 Abs. 3 und 4, § 12 Abs. 5 und 7, § 13 Abs. 3, § 15 Abs. 2, § 16, § 17 Abs. 1 und § 18 Abs. 6; die Aufzählungen in § 7 Abs. 2 und § 12 Abs. 1 tragen Buchstaben. § 17 macht künftige Änderungen von der ausdrücklichen Zustimmung abhängig; ohne sie gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort. Änderungen der Datenschutzerklärung folgen deren Ziffer 15 Abs. 4. In § 18 entfällt der Hinweis auf die Online-Streitbeilegungs-Plattform der Europäischen Kommission, die zum 20.07.2025 eingestellt wurde. Da die Änderungen die Vergütung und Hauptleistungen betreffen, werden sie nach § 17 Abs. 5 der Fassung 2.1 erst mit der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers wirksam.
Die aktuelle Version ist in der App und unter https://avygo.app/agb jederzeit abrufbar; frühere Versionen stellt der Anbieter auf Anfrage an support@avygo.app zur Verfügung. Der Versionsstand der vom Nutzer akzeptierten AGB wird in den Konto-Einstellungen für jeden Nutzer einzeln dokumentiert.